Neuseeland

Die Südinsel – Time to say Goodbye

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Tag 56 (24. Januar) – Wo gibt es den schönsten Sonnenuntergang im ganzen Land?

Auf der Fahrt durch Christchurch statten wir unserer Gastfamilie einen kurzen Besuch ab und bestaunten die Fortschritte auf dem Grundstück. Anschließen schlenderten wir noch einmal über die Felder, um diesen schönen Ort noch einmal zu sehen.

Dann ging es weiter, der Parkplatz zum botanischen Garten war leider völlig überfüllt, so dass wir beschlossen, der Stadt den Rücken zu kehren und fuhren über einen kurzen Pommes-Zwischenstopp zum Amberley Beach, wo wir auch unsere erste Nacht zu Beginn unserer Reise verbracht hatten. So entspannten wir bei unserer frühen Ankunft am Meer, gingen baden und verschliefen den Nachmittag im Auto. Und am Abend – da gab es einen vom Sonnenuntergang wunderbar beleuchteten Himmel. Die Lichter und die Farben des Abends sind hier so wunderbar, so verzaubernd, dass wir immer wieder hin und weg davon sind.

Ein Sonnenuntergang wie man ihn schöner nicht malen kann

 

Tag 57 (25. Januar) – Raus an den See

Wir hatten uns entschieden, dem Lake Sumner National Park noch einen Besuch abzustatten. Dieser lag zwar etwas abseits, aber da wir mittlerweile die Fähre zur Überfahrt auf die Nordinsel für den 30.01 gebucht hatten, hatten wir keinen Zeitdruck. Die Fahrt dorthin hielt dann einige Überraschungen für uns parat.

Blick auf den Anfang des Lake Sumner Nationalparks

Zuerst musste Cora unser Auto durch eine riesige Herde Schafe lotsen – und wenn ich sage riesige, weil es wirklich eine riesige Herde war, denn das Durchpflügen dauerte an die zehn Minuten. Da Schafe nach unseren bisherigen Eindrücken nicht die klügsten Kreaturen sind, wichen Sie nicht zur Seite aus, sondern liefen instinktiv vor dem Auto weg, aber nach einiger Zeit hatten wir tatsächlich wieder eine schafsfreie Schotterpiste vor uns.

Hmmm, wie kommen wir da durch?

Kurze Zeit später fanden wir einen tollen Rastplatz, wo wir uns stärkten und anschließend ein erfrischendes Bad im strömenden Fluss nahmen. Ach, was werden wir diese kleinen Badeeinheiten zu Hause vermissen.

Am Campingplatz angekommen, der wirklich sehr abgelegen war, suchten wir uns ein schattiges Plätzchen am See und waren von der doch sehr frischen Brise überrascht. So entspannten wir den Nachmittag und flüchteten nach unserem Abendspaziergang vor einem heranrollenden Gewitter ins Auto.

Unser Zeltplatz am Lake Taylor

Tag 58 (26. Januar) – Ab nach Kaikoira

Wer A sagt, muss auch B sagen und so mussten wir den ganzen Weg, den wir im Nationalpark zum See auf der Hinreise zurückgelegt haben, heute in die andere Richtung befahren. Zwischendurch legten wir einige kleinere Stopps ein, um die Beine an einer Swingbridge zu vertreten und kamen dann wieder in bewohntere Gebiete zurück.

Bloß nicht zu sehr wackeln
Warum sitzt sie denn auf dem Boden?

Über die Inlandsroute fuhren wir dann weiter nach Kaikoura. Die Küstenstraße war erst seit Mitte Dezember wieder geöffnet, nachdem ein schweres Erdbeben im letzten Jahr diese für eine ganze Zeit unpassierbar gemacht hatte. Die Inlandsroute für die wir uns entschieden hatten, war sehr abgelegen, ging auf und ab und links und rechts, aber auch wir kamen heil in dem Küstenort an. Dort planten wir unsere Aktivitäten für die nächsten Tage und entschieden uns gegen die Whale-Watching-Tour und für eine Wanderung entlang der Steilküste.

Tag 59 (27. Januar) – Ein Bier am Meer

Nach dem Frühstück verließen wir unseren Campingplatz, der direkt am Strand lag, aber das Wetter lud nicht zum schwimmen ein. Wir starteten unsere Rundwanderung und hatten schon bald einen tollen Blick auf die Küste und das Meer. Insgeheim hofften wir, dass wir auch von hier ein paar Wale erblicken könnten. Aber das war doch wohl etwas zu naiv. Die Wanderung war nichtsdestotrotz sehr schön und führte nach ungefähr der Hälfte der Strecke hinunter zum Meer, wo wir mit geringen Abstand zu brütenden Seevögeln und Robbenkolonien unseren Weg fortsetzten. Dort sahen wir auch eine Gruppe Touristen, die vor den Robben tauchten und einige Tiere schienen auch sehr interessiert zu sein an ihren menschlichen Gegenübern.

Die Küste Kaikouras ist sehr beeindruckend und durch die Meeresströmungen und die Tiefe des Wassers an dieser Stelle bietet das Wasser hier sehr viel Nahrung für kleine und große Meeressäuger. Deshalb ist dieser Ort auch der Hotspot für mögliche Meeresbeobachtungen. Auf dem Rückweg führte unser Weg dann über Schafsfelder und bot noch einmal einen schönen Blick auf das Meer. 

Nachdem wir den dreistündigen Rundweg zufrieden an unserem Auto beendet hatten, machten wir uns auf den Weg nach Norden und konnten dabei zum ersten Mal einen Eindruck von der zerstörten Küstenstraße gewinnen, die echt an vielen Stellen arg mitgenommen, sehr improvisiert und öfters nur einspurig zu befahren war. Da kam der Zwischenstop beim Lama gerade recht. 

Leider hat es nicht gespuckt …

Durch die viele Fahrerei nahmen wir von unserem Ziel Abstand, schon heute in Blenheim anzukommen und steuerten stattdessen einen wunderschönen Campingplatz direkt am Meer an. Hier hatten wir eine tolle Sicht auf das Meer, eine nette französische Familie neben uns, die auf einer Insel im Pazifik leben und dank Laurent auch zwei kühle Bier für das Abendessen.

Die Möwe hat nur auf den richtigen Moment gewartet

Tag 60 (28. Januar) – Klopf, klopf – gibt es hier Wein zu probieren?

In Blenheim angekommen, statteten wir dem samstäglichen Farmer-Market einen Besuch ab und deckten uns mit frischen Gemüse und Obst. Und es machte so viel mehr Spaß bei lokalen Menschen einzukaufen, anstatt dieselben Lebensmittel eventuell etwas günstiger, aber ohne die dazugehörigen Gesichter, im Supermarkt zu kaufen.

Da Blenheim in der Marlborough Weinregion liegt und es hier viele Cellar-doors, also sogenannte Kellertüren gibt, an denen man Wein probieren kann, suchten wir uns einen kostenlosen Stellplatz und machten uns dann zu Fuß zu drei Vineyards. Hier probierten wir uns durch Sauvignot Blanc, Riesling, Pinoit Noir, Pinoit Gris, …. Und und und.

Auf dem zweiten Vineyard probierten wir uns durch sieben verschiedene Weine, unterstützt von einem Kräckerbrettchen mit leckeren Feigendip und einem Camembert. Und das alles in einem sehr entspannten Ambiente.

Den dritten Weinladen betraten wir dann kurz vor Feierabend und trafen nur auf unfreundliche Besitzer, die wahrscheinlich schon genug Weinproben für den Tag vergeben hatten.

Aber wir hatten einen sehr schönen Nachmittag erlebt und zum ersten Mal Weine bewusst getrunken und probiert. Mit einem leckeren Couscous-Salat läuteten wir dann den Abend ein und verbrachten eine ruhige Nacht.

Tag 61 (29. Januar) – Der letzte Tag auf der Südinsel

Der letzte Tag auf der Südinsel stand uns heute bevor. Von dem Campingplatz ging es, nach einem Bad im See, wieder nach Picton. Dort schauten wir uns nochmals ein bisschen um, schlenderten durch die Gassen und machten uns schon gegen Mittag auf zu einem Freedom Campingplatz, auf dem wir den ganzen Tag lasen, aßen, schliefen und uns auf die bevorstehende Reise zur Nordinsel freuten.

Wollt ihr denn wirklich schon gehen …?

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