Neuseeland

Marlborough Sounds – Fingerspitzen ins Meer

Blenheim

Tag 18 (17.Dezember)

Nach einer entspannten Nacht ging es nach Blenheim. An diesem Tag knallte die Sonne nur so auf uns herab und wir fühlten uns beide recht schlapp, so dass an weitere Aktivitäten nicht zu denken war. Wir verbrachten den Nachmittag im kühlen Schatten eines wunderschönen großen Parks und genossen den süßen Schatten der Bäume. Am Nachmittag hielten wir an einem großen Anbaugebiet an, um Kirschen zu pflücken (die meisten landeten allerdings direkt im Mund). Abends entspannten wir noch bei zwei Bier im Pub (für sage und schreibe 20 Dollar) im Nebendorf Rendwick. Dafür war dann der Campingplatz ein Parkplatz für zehn Autos, von dem wir den letzten Platz bekamen und kostenlos.

Tag 19 (18. Dezember)

Wieder zurück in Blenheim machten wir morgens einen Hill Walk bei stürmischen Wetter. Über Nacht hatte es sich zum Glück dramatisch abgekühlt. Wir hatten eigentlich vorgehabt, den Walk am Nachmittag des vorherigen Tages zu gehen. Davon wurde aber, auf Grund der Trockenheit und der damit verbundenen Brandgefahr dringend abgeraten, so dass der Morgen und Abend zu präferieren ist. Der Weg führte über privates Farmland, beherbergte einige Schafe und ging ziemlich steil bergauf. Wir wurden fast weggepustet und konnten uns gegen den Wind stellen.

Da die Bergspitze einfach nicht näherkommen wollte, drehten wir um und machten uns auf den Rückweg, um in der Stadt noch ein paar Einkäufe zu erledigen. Von dort aus führt eine Scenic Route wieder an die Ostküste zur Robin Hood Bay, wo wir die Nacht verbrachten. Auch hier fanden wir wieder einen kostenlosen Campingplatz, diesmal direkt am Meer. Dieser war zwar relativ überlaufen, aber dennoch hatten wir eine angenehme Nacht.

 

Malborough Sounds

Tag 20 (19.Dezember)

Um den Massen von Menschen zu entgehen, verließen wir den Campingplatz ohne Frühstück und suchten uns eine abgelegenere Stelle mit Sicht auf das Meer. Dort trafen wir auf einen Tschechen, mit dem wir uns während des Frühstücks nett unterhielten. Später führte die Straße mal wieder an unzähligen Aussichtspunkten vorbei und wir konnten die ersten Blicke auf die Marlborough Sounds erhaschen. Bei einer Stelle hatten wir einen fantastischen Lookout auf das Wasser, wo auch die Fähren auf dem Weg nach Picton entlangfahren.

Picton ist allseits bekannt, da dort die Fähren von der Nordinsel kommend, im Hafen anlegen. Auf dem Weg in die Stadt konnten wir schon einige Fähren sehen, vollgestellt mit Autos und Menschen, die darauf warten die Südinsel zu erkunden. Picton ist eine ganz schöne kleine Stadt, mit einigen kleinen Lädchen, Cafés und Parks. Wir nutzen den Tag um einen kleinen Spaziergang auf einen nahegelegenen Hügel zu machen, von diesem man eine coole Aussicht über den Hafen hat.

 

Tag 21 (20. Dezember)

Den nächsten Vormittag verbrachten wir in der Bibliothek, um mal wieder alle Elektrogeräte aufzuladen und machten uns dann auf über die Scenic Route durch Havelock zur Pelorus Bridge. Die Brücke diente als ein Drehort für eine Szene im Hobbit Film und ist daher sehr beliebt bei den Touristen. Wir badeten natürlich auch im klaren Wasser des Flusses, der unter der Brücke herführt.

Die Nacht fuhren wir auf einem freien Campingplatz. Dort gibt es nur eine Toilette, meistens ein Plumpsklo, aber da man für die Nacht nichts bezahlen muss ist das für uns vollkommen ok.  

Tag 22 (21 Dezember)

Von dort aus ging es für uns viele Kilometer in Richtung Norden, über den French Pass mit überragenden Aussichten gelangten wir bis an die nördliche Spitze des Marlborough Sounds.

Der Ort lädt zum entspannen ein, im Meer haben wir uns abgekühlt und ansonsten nur die Ruhe genossen und gelesen. Kurz vor Weihnachten lassen sich viele Kiwis (Einheimische Familien) mit der Fähre zur Insel D`Urville übersetzen, um dort fernab von allem Weihnachten zu feiern.

Tag 23 (22. Dezember)

Am nächsten Tag fuhren wir dieselbe Strecke über den French Pass wieder zurück und machten Halt bei der Elaine Bay.

Dort gibt es einen einstündigen Walk, der uns ein bisschen an den Abel Tasman Walk erinnert hat, er endete an einem einsamen Stand mit unglaublich blauen Meer.

Da es uns an der Elaine Bay so gut gefallen hat blieben wir auf dem Campingplatz, der auch schnell brechend voll wurde. Das Leben auf einem Campingplatz ist meistens total spannend, da man auf so viele unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Nationalitäten und Reiserouten trifft. Jeder hat etwas zu erzählen, manchmal sind es nur oberflächliche Gespräche, aber oft redet man auch über tiefgründigere Themen die das Reisen, das zurück – nach – Hause – fahren, den Beruf, das Leben, Glück, Leid (…) betreffen.

Auch an diesem Abend trafen wir ein Ehepaar aus England, dass das erste Mal Weihnachten ohne ihre fünf Kinder verbringt und damit noch etwas zu kämpfen hatten. Der Abend wurde noch sehr schön, wir sahen mehrere Stachelrochen im Meer, spielten „Die Siedler von Catan“ und tranken uns ein Weinchen. 😛

Tag 24 (23. Dezember)

Die Vorfreude auf Weihnachten und auf Michel und Jojo wächst, die am 24. Dezember mit der Fähre von der Nordinsel übersetzen. Den Vorweihnachtstag entspannten wir nochmal ausgiebig an der Okiwi Bay nachdem wir uns nur schweren Herzens von der Elaine Bay trennen konnten. Dort badeten wir und gönnten uns einen Mittagsschlaf mit anschließenden Stärkungshäppchen.

Ein Gedanke zu „Marlborough Sounds – Fingerspitzen ins Meer

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