Neuseeland

Northlands – Auf der Suche nach den Kiwis und den Herrschern des Waldes

Tag 102 (13. März) – Auf der Suche nach Kiwis

Nach einer diesmal angenehmen Nacht ging es heute erst einmal rückwärts – wir mussten einige Kilometer in die gestrige Richtung fahren, um den St. Pauls Rock bei Whangaroa zu besteigen.

Das Ziel – der St. Pauls Rock
 

Und diese Extra-Kilometer hatten sich gelohnt. Die ersten Höhenmeter wurden noch im Auto zurückgelegt, doch nachdem wir den Parkplatz gefunden hatten ging es los. Mit Flip-Flops.

Hihi, der Berg ist doch gar nicht so groß

Naja, ihr könnt euch schon denken, dass es bei einer Wanderung auf einen Berg, nachdem es heftig geregnet hat, nicht die schlaueste Idee ist. Und so rutschten wir auch den Berg hoch und um es vor weg zu nehmen – Cora auf dem Weg hoch und ich auf dem Weg hinab.

Selbst ist die Frau und nimmt die Schuhe in die Hand

Das führte auch dazu, dass wir ab einem gewissen Moment, nur noch barfuß weitergingen. Wanderschuhe sind hier hoch definitiv zu empfehlen. Am Ende mussten wir sogar noch ein kleines Stück an einem Seil den Felsen hinaufklettern. Es war zwar nicht gefährlich, aber definitiv kein normaler Weg. Aber oben herrschte Ruhe und ein toller Ausblick.

Da hat sich die ganze Plackerei gelohnt

Gesund und heil unten angekommen fuhren wir dann die Küstenstraße bis Kerikeri. Hier suchten wir zuerst die Rainbow Falls auf, die sehr viel Wasser führten.

Rainbow Falls in Kerikeri – sehr viel Wasser

Als Übernachtungsort hatten wir Aroha Island ausgewählt – die Liebesinsel. Das war aber nicht der Grund für die Wahl, sondern die Tatsache, dass hier nachts ein altes Kiwi-Pärchen (die Vögel) über die Insel läuft. Henrietta, die Dame des Paares, wohnt hier schon seit vielen Jahren und glückliche Kiwi-Watcher können nachts einen Blick auf sie erhaschen. Und so machten sich gut 15 Leute um zehn Uhr, nach Einbruch der Nacht auf den kurzen Rundweg um die Insel, bewaffnet mit roten Taschenlampen oder rotem Papier und heller Taschenlampe. Kiwis erkennt man an ihrem Schnauben und Scharren. Leider hörten wir diese Geräusche nicht und kehrten nach einer Stunde ins Zelt zurück.

 

Tag 103 (14. März) – Ein Blick in die Vergangenheit

Am nächsten Morgen hörten wir, dass um halb zwölf ein anderes Pärchen Henrietta erblickt hatte. Schön für sie. Wir dagegen machten uns auf zur Opito Bay und absolvierten einen kleinen Morgenspaziergang.

In Kerikeri widmeten wir uns dann etwas der Kulutur und bewunderten „The Stone House“ – das Steinhaus – eins von Neuseelands ältesten Gebäuden. Mit einem dicken Eis bewaffnet absolvierten wir dann einen Teil des Kerikeri River Walk, der uns durch kühlen Wald bis zu den Wharepuke Falls führte.

Nun war es Zeit uns von der Ostküste der Northlands zu verabschieden und es ging Richtung Westen. Zwei Stunden später erreichten wir Omapere und legten am Arai Te Uru Scenic Lookout eine Essenspause ein.

What a place

Das besondere war, dass der Lookout an einer Meeresenge liegt, die mit gefährlichen Strömungen aufwartet. Links das brausende Meer und vor uns eine riesige Sanddüne.

Gestärkt betraten wir nun das Gebiet der großen Herrscher Neuseelands, der Kauri Trees.

„Der Neuseeländische Kauri-Baum (Agathis australis), auch Neuseeländische Kauri-Fichte oder Neuseeländische Kauri-Kiefer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kauri-Bäume (Agathis) in der Familie der Araukariengewächse (Araucariaceae). Sie ist die größte in Neuseeland heimische Baumart“ (Neuseeländer Kauri-Baum)

Diese Bäume sind unglaublich beeindruckend, unglaublich alt und unglaublich majestätisch. Wir hatten zwar schon auf der Coromandel Peninsula die Bäume gesehen, doch die Bäume in den Northlands waren um einiges beeindruckender.

Zuerst statteten wir dem „Lord of the Forest“, dem Herrn des Waldes, einen Besuch ab. Tane Mahuta wird er von den Maori genannt und ist eine beeindruckende Erscheinung, vor dem einen der Mund offen stehen bleibt. Seht selbst. Der Tane Muhate ist mit 51,2 Meter der größte bekannte Kauri-Baum. Sein Umfang liegt bei 13,77 Meter.

Gestatten: Lord of the Forest

Um aber den „Father of the Forest“, dem Vater des Waldes, nicht zu verschrecken, machten wir uns auch auf die 45-minütige Wanderung zum Te Matua Nghaere und der war fast noch beeindruckender durch seinen enormen Umfang. Dieser liegt bei 16,41 Meter, dabei ist der Baum aber nur 29,9 Meter hoch. Wir waren einfach nur beeindruckt. Und dazu können wir auch nicht mehr sagen.

Und ich bin der Vater des Waldes, ummm

Die Kiwis hatten wir zwar nicht entdeckt, aber dafür haben uns die Kauri-Trees einen eindrucksvollen Empfang in ihrem Gebiet beschert. Einfach beeindruckend.

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